Rotes Kreuz sucht händeringend FSJ-Kräfte

Veröffentlicht am 21.07.2017

Das BRK-Lindau hat noch mehrere offene Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Dabei ist der Slogan mit dem im Kreisverband des Roten Kreuzes geworben wird eindeutig. „Mach´s beim Roten Kreuz! Weil´s fürs Leben ist“. Doch leider sind immer noch nicht alle Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Kreisverband besetzt. Wer noch keinen Ausbildungs- oder Studienplatz hat, kann mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr bis dahin die Zeit sinnvoll überbrücken und somit einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten.  Außerdem lassen sich mit der Ableistung des FSJ erste berufliche Erfahrungen und Qualifikationen für den weiteren Lebensweg sammeln. Es bietet außerdem die Chance sich weiterzuentwickeln und anderen Menschen zu helfen.

 

„Seit der Aussetzung des Wehrdienstes am 1. Juli 2011, wird es immer schwieriger junge Menschen für das Freiwillige Soziale Jahr, insbesondere für die Bereiche Betreuter Fahrdienst und der Ambulanten Pflege im Kreisverband Lindau zu gewinnen. Die Stellen im Zivildienst, die es vor der Aussetzung des Wehrdienstes noch gab, waren meist schon zu Anfang eines Jahres besetzt und man hatte gewissermaßen eine Planungssicherheit, dass es weitergeht“, berichtet Hans-Michael Fischer, BRK-Kreisgeschäftsführer.

 

„Noch nie war die Situation so schlecht wie in diesem Jahr, wir wissen nicht an was es liegt“, ergänzt sorgenvoll Susanne Übelher, Verantwortliche für die Bereiche Soziale Dienste (Betreuter Fahrdienst, Essen auf Rädern und Rotkreuzläden) im BRK-Kreisverband. In der Regel sind die FSJ-Plätze beim BRK im Landkreis Lindau sehr gefragt, doch die Konkurrenz ist mittlerweile groß. Viele wollen sich nicht mehr für längere Zeit binden oder nach dem Abitur gleich ein Studium beginnen, eine Ausbildung oder ein Praktikum machen, wo man mehr bezahlt. 

 

12 FSJ’ler, wie die freiwilligen Einsatzkräfte auch genannt werden, können derzeit beschäftigt werden - sechs davon im Rettungsdienst, vier im Betreuten Fahrdienst und zwei in der Ambulanten Pflege.

 

Voraussetzung ist, wie Übelher weiter erklärt, dass „Bewerberinnen und Bewerber, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Kreisverband interessieren, das 18. Lebensjahr vollendet haben und im Besitz eines Pkw-Führerscheins (Klasse B) sind“.

 

„Am dringendsten werden FSJ-Kräfte im Betreuten Fahrdienst gesucht, wo ab 1. September noch eine Stelle frei ist, für die wir aber noch keine Bewerbungen vorliegen haben. Sollten wir die Stelle nicht besetzen können, besteht die Gefahr, dass der Fahrdienst nicht aufrecht erhalten werden kann“, betont Susanne Übelher.

 

Aber auch im Ambulanten Pflegedienst des Roten Kreuzes ist man händeringend auf Freiwillige aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr angewiesen, die die hauptamtlichen Pflegekräfte tatkräftig unterstützen. Zwei FSJ-Stellen sind immer noch offen und könnten sofort besetzt werden. Etwas entspannter sieht die Situation im Rettungsdienst aus. „Von den 6 FSJ-Stellen sind bis auf eine alle Plätze mit Freiwilligen besetzt und Bewerbungen liegen dafür vor“, weiß der Rettungsdienstleiter Frank Grundkötter zu berichten.   

 

Der Bundesfreiwilligendienst habe die entstandenen Personalengpässe bislang nicht wettmachen können. Fischer: „Somit sind wir in besonderem Maß auf die jungen Leute angewiesen, die bei uns ein Freiwilliges Soziales Jahr machen wollen.“

 

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